Die Mittelstufe umfasst die Stufen 7-10 der Sekundarstufe I. Sie bereitet auf die gymnasiale Oberstufe vor. Mit der Versetzung in die 11. Jahrgangsstufe haben die Schülerinnen und Schüler auch die Fachoberschulreife (FOR, früher „Realschul- oder mittlerer Schulabschluss“) erreicht.
Besonderheiten in diesen Jahrgangsstufen sind die Wahlen weiterer Fächer, mit denen sich die Schülerinnen und Schüler in ihren Neigungen ausprobieren:
Diese Fächer werden parallel in Kursen unterrichtet, so dass die Klasse als Klassenverband durchgehend erhalten bleibt. Zu allen Wahlen gibt es im Vorfeld Informationsveranstaltungen, zu denen auch die Eltern eingeladen werden.
Das Klassenlehrerteam wechselt in der Regel im zweijährigen Rhythmus. Eine „Übergabe“ stellt jeweils sicher, dass die pädagogische Arbeit weiterentwickelt wird – zuletzt auch in die Oberstufe hinein.
Zur Aufgabe der Mittelstufenkoordination gehört die Schullaufbahnberatung und auch die Beratung neu aufzunehmender Schülerinnen und Schüler und deren Eltern.
Die zweite Fremdsprache ist für alle Schülerinnen und Schüler am Gymnasium Pflicht. Bei einer Entscheidung für die Französisch-Klasse in der Jgst. 5 steht für die Jgst. 7 keine neue Entscheidung an. In den anderen Klassen entscheiden sich die Schülerinnen und Schüler individuell für Französisch oder Latein. Mit dieser zweiten Sprache können sie in die Oberstufe und sogar bis zum Abitur gehen, wenn sie sie nicht nach der 10. Klasse abwählen.
Im Sommer 2026 löst das Konzept PONG in der Jahrgangsstufe 7 die vorhergehenden Profilstunden MINT-/Sprache/Music and more ab.
Auf der Suche nach einem neuen Ansatz, wie SchülerInnen ihre Eigenverantwortung ausprobieren und ihre Selbstwirksamkeit steigern können, haben wir das Konzept FREI-DAY entdeckt und entwickeln es für das WHG weiter unter dem Titel PONG: Alle SchülerInnen der Klassen 7 (und später 8) versuchen sich an eigenen Projekten, sie Orientieren sich inhaltlich an den Zielen für Nachhaltige Entwicklung und übernehmen die Verantwortung für die Gestaltung bis zum Ende des Projekts.
Es bleibt bei den kleinen Gruppengrößen wie bei den Profilstunden. Neu geht es zum Beispiel um die breitere Einbeziehung des schulischen Umfelds und die inhaltliche Vielfalt der Projektthemen.
Bei anderen Schulen hört das Konzept FREI-DAY mit Ende der Klasse 8 auf. Am WHG erproben wir einen ähnlichen, weiterführenden Ansatz schon seit vier Jahren in einigen Fächern im Wahlpflichtbereich II: Mit den IFAS – den Instituten Für Angewandtes Schulwissen verfolgen wir ganz ähnliche Ziele, etwa indem wir die Rolle der Lehrkräfte zu Lernbegleitungen entwickeln und vor allem, indem wir darauf hinarbeiten, dass das Ergebnis des Unterrichts ein Produkt ist, das sich im Einsatz bewährt.
Eine weitere Differenzierung nach den individuellen Interessen der Schülerinnen und Schüler bietet der Wahlpflichtunterricht II in den Stufen 9 und 10. Auch diese Kurse sind verpflichtend, sie haben den Stellenwert eines weiteren Nebenfaches und auch hier finden Leistungsüberprüfungen statt. Die Zeugnisnoten sind versetzungsrelevant.
Im Wahlpflichtbereich werden am WHG zur Zeit die folgenden Fächer angeboten: Spanisch, Mikrocontroller, Nachhaltigkeit, Gesundheit und Bewegung, Pädagogik, InfoPlus, Medienwelten, Musik und Bühne.
Die Schülerinnen und Schüler wählen auch hier nach Interesse ihre Erst-, Zweit- und Drittwahl und werden dann den verschiedenen Kursen zugeordnet. Es wird von vornherein klargestellt, dass es für die in der Regel vier Parallelklassen nur fünf Kurse geben wird: Welche Kurse eingerichtet werden, richtet sich nach der Wahl des jeweiligen Jahrgangs.
In ganz NRW werden in der Jgst. 8 Vergleichsarbeiten durchgeführt in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch sowie in Französisch, falls dies ab Klasse 5 unterrichtet wird – das gilt also für unsere bilinguale Klasse. Sie dienen laut Kultusministerkonferenz dem „Bildungsmonitoring“. Hierbei steht der Aspekt im Mittelpunkt, über welche Kompetenzen die Schülerinnen und Schüler zu einem bestimmten Zeitpunkt in ihrer Schullaufbahn verfügen, und je nach Ergebnis der Prüfungen werden die Lern- und Förderbereiche in den jeweiligen Fächern und Klassen angepasst.
Die VERA dienen der Weiterentwicklung des Unterrichts und der schulischen Arbeit und werden nicht benotet oder als Klassenarbeit gezählt. (https://bass.schul-welt.de/6912.htm).
In Deutsch, Englisch und Mathematik beweisen die Schülerinnen und Schüler im zweiten Schulhalbjahr der Jgst. 10 zusätzlich in Vergleichsarbeiten ihre erreichten Kompetenzen. Die Noten dieser zentralen Prüfungen Klasse 10 gehen in die genannten Fächernoten ein, gemeinsam mit den anderen Zeugnisnoten soll so die Versetzung in die Jgst. 11 erreicht werden.

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