„Industrie 4.0“ hautnah: Vier Tage Forschung und Technik an der RWTH Aachen
ein Bericht vom MINT-EC Camp „Produktionstechnik“ vom 12.11. - 15.11.2025
Mein Name ist Henning Meyer, ich bin 16 Jahre alt und besuche zurzeit die Q1. Da ich die Fächer Mathematik und Physik als Abiturfächer belegt habe, habe ich die Möglichkeit, am Werner-Heisenberg-Gymnasium zusätzlich zum regulären Abitur das MINT-EC-Zertifikat zu erwerben. Für dieses Zertifikat müssen im Verlauf der Schullaufbahn verschiedene Leistungen im MINT-Bereich nachgewiesen werden. Dazu zählen unter anderem die kontinuierliche Teilnahme an MINT-Profilkursen, die erfolgreiche Mitarbeit in Arbeitsgemeinschaften oder Projekten, die Anfertigung einer Facharbeit oder einer besonderen Lernleistung in einem MINT-Fach sowie die Teilnahme an Wettbewerben und außerunterrichtlichen Veranstaltungen.
MINT-EC Online Veranstaltungen und -Camps sind eine tolle Gelegenheit, um mehr über die Welt der Naturwissenschaften zu erfahren, sich mit anderen Jugendlichen auszutauschen und natürlich auch Punkte für das MINT-EC-Zertifikat zu sammeln.
Während meiner Teilnahme am MINT-EC-Camp „Produktionstechnik“ an der RWTH in Aachen vom 12. – 15. November 2025 habe ich einen umfassenden Einblick in die Arbeit des Exzellenzclusters „Internet of Production“ (IoP) an der RWTH Aachen erhalten. In Vorlesungen, Führungen und Workshops wurden zentrale Themen wie Industrie 4.0, Robotik, Künstliche Intelligenz und die Rolle des Menschen in zukünftigen Produktionsprozessen behandelt.
Planung eines möglichst effizienten Auf-, Ab- und Umbaus eines Spielzeugs aus Metall und Schrauben, um Arbeitsteilung in einem simulierten Industrieprojekts effizient zu gestalten
Das Geplante in die Tat umsetzen: Besprechung zur Durchführung der gesamten Simulation
Führung durch die Werkshallen der Kunststoffproduktion: Herstellung und Recycling von Carbonfaser-Verbundwerkstoffen und deren Nutzung in der Industrie
Dabei konnte ich sowohl theoretische Inhalte kennenlernen als auch praktische Aufgaben in interdisziplinären Gruppen bearbeiten. Besonders interessant war die interdisziplinäre Arbeitsweise des Clusters, in dem Fachrichtungen wie Maschinenbau, Informatik, Mathematik und Psychologie zusammenarbeiten. Das Camp hat mir gezeigt, wie Forschung im Bereich Produktionstechnik organisiert ist und welche Fragestellungen aktuell verfolgt werden. Zudem konnte ich mich über das Studienangebot der RWTH Aachen informieren und mein Wissen in diesem MINT-Schwerpunkt erweitern und vertiefen.
Eine besonders interessante Aufgabe bestand darin, ein Produkt für ältere Menschen zu designen, die in ihrer Mobilität und Wahrnehmung eingeschränkt sind. Dafür musste jede teilnehmende Person im Voraus einen Alterssimulationsanzug anlegen. Dieser Anzug simulierte durch Gewichte am Körper, Bandagen an den Gelenken und spezielle Brillen typische körperliche und sensorische Einschränkungen, sodass die Herausforderungen älterer Menschen realitätsnah nachvollzogen werden konnten.
Teppichherstellung: Mithilfe von komplexen Maschinen spezielle Muster durch das Verweben der einzelnen Fasern erzeugen
